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Einfach mal NICHTS tun!

„Das herrliche Pfingstwetter kann meinen Selbstversuch ja nur unterstützen“, so dachte ich am Freitag, als ich von meinen Workshops im Rahmen des Interviewtags von BestGraduates Law nach Hause fuhr. Im Laufe der letzten Woche hatte ich mir überlegt, an Pfingsten einfach mal NICHTS zu tun. Also phasenweise. Phasenweise absolut NICHTS.

„Ja und? Dann mach‘ doch einfach“, sagte eine Freundin noch schmunzelnd. Der Blick, den sie mir dabei zuwarf, sprach Bände. Wo ich doch immer irgendwas finde, das interessant und spannend ist, „Ach ja stimmt, das wollte ich ja auch noch machen-Dinge“ und „Oh toll, dafür kann ich ja Pfingsten nutzen-Aktivitäten“. 

Doch das Urlaubsfoto mit der Möwe auf dem Strandkorb brachte mich letzte Woche auf die Idee: Auch ohne maritime Umgebung einfach mal NICHTS zu tun. Wirklich gar nichts. Keine Verabredungen, Ausflüge, Museums- und Veranstaltungsbesuche. Vielleicht am Mainufer liegen und auf die Frankfurter Skyline gucken. Oder auf dem Balkon mit Blick auf die wachsende Sonnenblume oder in den blauen Himmel. Oder war das schon wieder nicht „Nichts“? Auf jeden Fall auch etwas ohne Buch oder Zeitschrift in der Hand. Ohne PC, Telefon, Handy. Ohne Stift und Notizbuch, um einen Geistesblitz oder neue Inspiration aufzuschreiben. Musste ja auch nicht den ganzen Tag sein! Phasenweise eben. Selbstversuch am Pfingstsonntag und Pfingstmontag! 

Einfach mal NICHTS tun – gar nicht so einfach! 

Was soll ich Ihnen sagen! Die Verlockungen sind groß! Schon allein die potenziellen Ablenkungsmanöver in der Wohnung! Ich habe sie einigermaßen gekonnt ignoriert. Bis auf den Zeitschriftenstapel zum Beispiel, auf dem einfach so spannende Sachen warten (denen ich mich dann einfach in den Nicht-Phasen des „NICHTS tun“ gewidmet habe). Aber ich habe tatsächlich phasenweise einfach nur NICHTS gemacht! Auftretende Ideen und Gedanken vorbeirauschen lassen (in den Entspannungstrainings nimmt man dazu immer das Bild mit den Wolken, die weiterziehen). Und es war herrlich! Und entspannt! Und entschleunigend! Diese Entschleunigung klappt bei mir sonst auch ganz gut, aber eben weniger durch bewusste NICHTS tun.

(Halbes) Fazit

Nach der Halbzeit meines Selbstversuchs steht fest: Ich will auf jeden Fall am Ball bleiben. Der heutige Tag kann ja noch jede Menge „NICHTS tun“ hervorbringen, ich bin gespannt. Und vielleicht klappt es ja auch im Verlauf der Woche immer mal wieder mit „phasenweise NICHTS tun“. 

Vielleicht auch ein Tipp für Sie?

Wie sieht es bei Ihnen und dem „Einfach mal NICHTS tun“ aus, um zu entspannen und zu entschleunigen?

Ich wünsche Ihnen noch einen tollen Pfingstmontag und eine wunderbare Woche mit viel Sonne und Entspannung!