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Richtig bewerben: Welche Unterlagen muss ich mitschicken?

In meiner Blog-Rubrik „Richtig bewerben“ erhalten Sie verschiedenste Tipps zur Jobsuche, angefangen von der Erstellung überzeugender Bewerbungsunterlagen bis hin zum Verhalten im Vorstellungsgespräch oder im Assessment Center

Sie haben eine interessante Stellenanzeige entdeckt und fragen sich (vielleicht mal wieder), welche Qualifikationsnachweise Sie in Ihrer Bewerbung mitschicken sollen? Alle? Nur einen Auszug? Wo liegt der Fokus? Hier erhalten Sie ein paar Hinweise.

Auf welche Unterlagen es ankommt

Deutschland ist im Bewerbungsprozess oft sehr formal unterwegs, d. h. die Leser legen im Allgemeinen Wert auf Nachweise aller wichtigen Meilensteine:

  • Arbeitszeugnisse
  • Abschlusszeugnis Studium
  • Abschlusszeugnis Berufsausbildung
  • Abschlusszeugnis Schule

Jetzt werden Sie vielleicht sagen „Die Schulzeit liegt ja schon ewig zurück!“ oder „Das sind ja viel zu viele Unterlagen!“. Sie haben vollkommen recht damit. Allerdings verschicken Sie ja heutzutage Ihre Bewerbung fast nur noch online (per Mail oder Online-Formular). Haben Sie sich einmal die Mühe gemacht und alle Dateien schön gescannt und gespeichert, können Sie sie sehr schnell hervorholen und auf den Weg bringen.

Meine Devise bei den Meilensteinen des beruflichen Werdegangs ist:

Warum denn nicht alle Meilenstein-Nachweise reinpacken? Der Leser kann ja online im Dokument weiterscrollen, wenn ihn manche Dinge nicht interessieren. Aber ich habe ihm meinen Werdegang lückenlos aufgezeigt, sodass er keine Fragezeichen haben muss, wenn er im Lebenslauf von meinen Meilensteinen liest, ich ihm diese aber nicht als Qualifikationsnachweis mitliefere. Und viele Leser wollen wie gesagt, Deutschland ist formal, Beweise haben für den Schul-, Ausbildungs- und universitären Abschluss bzw. für alle nachfolgenden beruflichen Stationen.

Welche Unterlagen Sinn machen könnten – aber nicht unbedingt müssen

Bei folgenden Unterlagen sollten Sie es abhängig von der Stellenanzeige machen, ob Sie die Nachweise mitschicken oder lieber darauf verzichten:

  • Nachweise über interne oder externe Seminare müssen Sie nicht mitschicken – wenn allerdings in der Anzeige eine bestimmte Aufgabe/Anforderung beschrieben ist, die sie derzeit nicht unbedingt schwerpunktmäßig ausführen, weisen Sie mit Ihrem Seminarnachweis darauf hin, dass Sie sich Wissen auf dem Gebiet angeeignet haben.
    • Beispiel: Excel-Kenntnisse sind gefordert -> Sie arbeiten derzeit nicht viel mit Excel, haben aber ein Seminar dazu besucht.
    • Englisch-Kenntnisse werden gefordert -> Sie brauchen nicht viel Englisch im aktuellen Job, besuchen aber intern seit einiger Zeit einen Englisch-Konversationskurs.
  • Nachweise über Nebentätigkeiten: Auch hier gilt, wie oben, dass wenn Sie im aktuellen Job keine Berührungspunkte mit einer bestimmten Anforderung haben, aber schon einmal in einem Nebenjob damit zu tun hatten, der entsprechende Nachweis durchaus Sinn machen kann.
    • Beispiel: Sie möchten sich gerne für die Branche Konsumgüter bewerben, arbeiten aktuell aber in einer anderen Branche. Die Konsumgüter kennen Sie allerdings von einem oder mehreren Nebenjobs, also macht der Nachweis Sinn.
  • Nachweise über Hobbys und Ehrenämter: Es kann Sinn machen, einen Qualifikationsnachweis über ein Hobby oder ein Ehrenamt beizufügen, wenn dadurch geforderte soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit oder Verantwortungsbewusstsein belegt werden können.
    • Beispiel: Sie sind Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr, arbeiten ehrenamtlich in einem Hospiz, trainieren eine Sportmannschaft
  • Nachweise über Auslandsaufenthalte können Sinn machen, wenn Internationalität oder bestimmte Fremdsprachenkenntnisse gefrodert sind.
    • Beispiele: Sprachreise, Bildungsurlaub mit Sprachunterricht, Au-Pair-Aufenthalt
Wie Sie die Reihenfolge der Qualifikationsnachweise gestalten

Ganz einfach – so wie Sie die verschiedenen Blöcke im Lebenslauf aufgebaut haben, erscheinen im Anhang die Qualilifkationsnachweise.

Zum Beispiel:

  • Berufserfahrung -> Arbeitszeugnisse
  • Studium -> Abschlusszeugnis Uni
  • Ausbildung ->  (I)HK-Zeugnis, Abschlusszeugnis Ausbildungsbetrieb und Berufsschule
  • Schule -> Abschlusszeugnis Schule
  • Weiterbildungen -> entsprechende Nachweise über Seminare/Weiterbildungen
  • Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse -> entsprechende Nachweise über Seminare/Weiterbildungen/Sprachnachweise
  • Hobbys und Ehrenämter -> entsprechende Nachweise

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in Ihrem Bewerbungsprozess!

Noch mehr Tipps

In verschiedenen Blog-Beiträgen oder auch in meinen Bewerbungstrainings in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet erhalten Sie noch mehr Tipps für Ihre Bewerbung.

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie mich gerne an! Hier finden Sie meine Kontaktdaten.

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